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Gardner Denver Thomas reagiert auf Auftragsrückgang

Personalreduzierung und Produktionsverlagerung sind die Folge

München, 23. April 2009 – Mit dem Abbau von Arbeitsplätzen an dem Produktionsstandort Puchheim reagiert die Gardner Denver Thomas GmbH, weltweit führender Hersteller von Vakuumpumpen und Kleinkompressoren, auf die aktuell veränderten Marktgegebenheiten. Unternehmen und Arbeitnehmervertretung haben in den vergangenen Wochen einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verabschiedet. Aus der Umsetzung der geplanten Strukturmaßnahmen folgt die betriebsbedingte Kündigung für circa 100 Mitarbeiter/innen. Weitere 70 Mitarbeiter/innen erhalten das Angebot, an den Produktionsstandort Memmingen zu wechseln, um dort eine Folgebeschäftigung aufzunehmen.

Um die Entlassungen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, wurde zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat, neben einer guten Abfindungsregelung, auch die Einrichtung einer Transfergesellschaft vereinbart. „Betriebsrat und Unternehmensleitung haben die letzten Wochen intensiv darum gerungen, sozialgerechte Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden und die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel so effizient wie möglich einzusetzen. Mit der GeDiS haben wir ein sehr gutes Unternehmen zur Durchführung der geplanten Transfermaßnahmen gewinnen können“ betonten Günther Kafka, Geschäftsführer, und Wolfgang Hesse, Betriebsratsvorsitzender, auf der gestrigen Betriebsversammlung.

Die GeDiS GmbH ist zunächst damit beauftragt, Beratungsgespräche mit 70 Mitarbeitern zu führen, denen ein Wechselangebot an den Produktionsstandort Memmingen gemacht wird. Ziel dieser Gespräche ist es, mit jedem Einzelnen eine umfassende Entscheidungsgrundlage herauszuarbeiten, die den persönlichen Hintergrund vor der aktuellen Arbeitsmarktsituation und dem konkreten Wechselangebot gemäß Sozialplan diskutiert.

Außerdem wird die GeDiS für die Mitarbeiter, denen kein Wechselangebot gemacht werden konnte, schnellstmöglich mit Transfermaßnahmen nach § 216 a SGB III während des auslaufenden Beschäftigungsverhältnisses beginnen. Die Verlagerung der Produktion ist bis Ende Juni geplant. Ab dem 01. Juni 2009 wird die GeDiS eine betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit (beE) mit einer Gesamtlaufzeit von 12 Monaten einrichten. Die Mitarbeiter erhalten 75 Prozent ihres im Durchschnitt der letzten 6 Monate erzielten Netto-Entgelts auf Basis des Transferkurzarbeitergeldes.

Die GeDiS GmbH wird die Mitarbeiter/innen für neue berufliche Aufgaben weiterqualifizieren. Jacobus Kraan, Diplom Psychologe und langjähriger Berater der GeDiS, betont, Weiterbildung hat nicht nur das Ziel, spezielle Fertigkeiten zu erwerben und bestimmte Techniken einzuüben, sondern sie fördert auch Persönlichkeit und Selbstbewusstsein der Betroffenen. Aber auch ganz pragmatische Hilfestellungen bei der Erarbeitung einer Erfolg versprechenden Bewerbung gehören zum Konzept der GeDiS GmbH.

Die Stimmung auf der Betriebsversammlung war weder aggressiv noch resignativ – eher abwartend – und zeigte, wie wichtig gerade in Zeiten einer sich zuspitzenden Wirtschaftskrise professionelle Hilfe bei einem sozialverträglichen Personalabbau ist.

Weitere Informationen:

GeDiS GmbH / Sibel Avsar (Öffentlichkeitsarbeit)
sibel.avsar   gedis-gmbh.de
Fon: 089.550 597-18

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